Nachtrag: 17. Cottbusser Cacherstammtisch

Es freut mich, daß der Stammtisch trotz der etwas anderen Art reges Interesse gefunden hat.
Deshalb vielen Dank für Euer Kommen, Euer Interesse und für die vielfältige Auswahl an leckeren Kuchen und Getränken.
Wie immer gab es, allerdings diesmal beim Kaffeeklatsch, viel zu erzählen und der eine oder andere machte sich noch auf den Weg, die Letterbox zu finden.

Gleichzeitig möchte ich Euch auffordern, daß bei künftigen Stammtischen beim Kaffeeklatsch, Grillen, Picknick usw. auf Wegwerfgeschirr jeder Art und Wegwerfflaschen verzichtet wird.
Ihr alle kennt das Thema Müll, Plastik und Mikroplastik und nehmt selbst

an CITOs teil. Also warum dann nicht auch den nächsten Schritt der Müllvermeidung gehen? Wenn jeder etwas mitbringt, ist niemand übellastet.

In diesem Sinne
Pumpot

Alles Neu macht der Mai… aus Geocaching-Cottbus.de wird gc-Lausitz.de

Und das war schon lange überfällig. Als wir vor ein paar Jahren mit www.geocaching-cottbus.de gestartet sind, hatten wir uns für ein einfaches WordPress Theme entschieden. Einfach und funktional. Allerdings haben wir damals noch nicht so weit vorausgeschaut, dass das Thema Responsive früher oder später sehr aktuell werden wird. Responsive bedeutet die Anzeige einer Webseite angepasst auf das Gerät, mit dem du sie betrachtest. Oder ganz vereinfacht, da dein Handy keinen so grossen Display besitzt wie dein Rechner zu Hause oder dein Tablet, muss man dafür sorgen, dass die Seiteninhalte abgestimmt auf dein Gerät gut aussehen und lesbar sind. Leider bot unser altes Theme so etwas nicht an. Also ein wenig umgeschaut und siehe da, der Urbivan hat da mal was gekauft, was funktionell ist und schick aussieht.

Denn Ende 2014 ploppte www.geocaching-peitz.de auf. Hinter dem verbarg  sich Urbivan mit einem eigenen Blog über Peitz und in dem er über seine eigenen Cacheerlebnisse berichtete. Peitz ist nicht weit entfernt von Cottbus, deshalb entstand sehr schnell persönlicher Kontakt zwischen Cottbus und den „Peitzern“. Ein reges Interesse die Community zu informieren war vorhanden und die Idee zu gc-Lausitz.de fand sofort Einklang.

Also ein paar Aufträge an unsere Grafikabteilung Roland vergeben und dann begann der Knochenjob für Steffen. In unzähligen Stunden und Tagen musste er das Ganze zusammenführen, dafür sorgen das alles rund läuft und vor allem, die alten Inhalte sollten im neuen Blog zur Verfügung stehen. Steffen, was du hier ehrenamtlich geleistet hast, wofür du viel Freizeit geopfert hast, das verdient aller grössten Respekt und Hochachtung! Vielen Dank!!!

Dem ein oder anderen interessierten Leser wird aufgefallen sein, dass sich neben Aussehen noch etwas anderes geändert hat. Der Name. Wir heissen jetzt anders. Wieso? Weil wir gemerkt haben, dass wir mehr und mehr nicht nur regional, sondern auch überregional gelesen werden. Und der alte Name ziemlich lang war und ist. Also mal geschaut, „was so geht“ und schnell stand fest, wir sind die Lausitz, also nehmen wir das mit auf. Und so entstand www.gc-lausitz.de .

 

 

 

Wir bleiben unserem farbenfrohen Design treu, haben da aber ein wenig mit Banner und dem Design, der Menüstruktur und noch so ein bis zwei anderen Sachen ordentlich aufgeräumt.

Dazu kam nun noch das Thema DSGVO, die Datenschutzgrundverordnung. Auch da mussten wir ordentlich nachbessern.

Das, was ihr jetzt seht, ist das Ergebnis. Nach wie vor halten wir den Blog offen, dass heisst, wenn du etwas zu schreiben hast, dann tu es*. Wenn du dafür Hilfe brauchst, melde dich und dir wird geholfen. Wir wollen einen gemeinsamen Blog bieten der sich mit Geocaching (nicht nur) in der Lausitz beschäftigt, über neues und manchmal auch skurriles aus der Welt unseres gemeinsamen (des tollsten! 😉 ) Hobbys der Welt berichtet.

 

 

Wir freuen uns schon sehr von dir zu lesen!

Es grüssen herzlich asp_fan_cb, MogelSfL, treasurehunterGD, Urbivan und palk. 🙂

 

 

*natürlich im rechtlichen Rahmen!

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Geo-Gamer aller Länder, vereinigt euch…

 

Oder: Wer bezahlt den Scheiss eigentlich, den wir da spielen?

 

Vor ein paar Tagen ploppte (ich glaube wieder einmal?) eine Petition auf. Der Einreicher fordert Groundspeak, speziell die Entscheidungsträger Jeremy, Bryan und Elias, auf, Konkurrenz, ähm, „CoExist“-geolokalisierte Spiele offener zu behandeln. Viele Spieler die Geocacher sind, spielen auch andere Spiele und man sollte dies auch in Cachelistings und bei Events verbreiten dürfen. Die Guidelines verbieten das Nennen von Namen, Links oder Logos von Spielen oder Cachelistingseiten von Wettbewerbern. Dies soll geändert werden.

Der Verfasser der Petition spielt neben Geocaching noch regelmässig Munzee und Wallabee (so eine Art Munzee2.0), es kann aber auch vorkommen, dass er Pokemons jagt, Portale erobert oder Flaggen captured.

 

Dass das Betreiben von Geocaching.com für Jeremy&Co kein Hobby ist/nie war, sollte dem Verfasser der Petition aber schon klar sein. Böse Zungen könnten sogar behaupten, er/sie können ja nichts Anderes, haben nichts Vernünftiges gelernt. 😉

Groundspeak ist ein kommerzielles Unternehmen, dass sich am Markt etablieren musste und nun halten. Man mag zu der Firma stehen wie man will, aber Gehälter, (Server-)Miete, Benefits für die Angestellten etc pp müssen gezahlt und somit vorher verdient werden. Soll heissen, irgendetwas muss Geld in die Kasse spülen, gerade in Zeiten, wo der grosse Hype um das Spiel beendet scheint. Momentan sind das wohl ein ganz paar Standbeine. Premiummitgliedschaften, Trackable Codes, Merchandiseartikel und Namenslizenzvergaben. Dazu kommen dann noch Geotouren und bezahlte Promotionen.

Zur (teils recht unrühmlichen) Geschichte der Kommerzialisierung bzw Monetarisierung des Hobbys kann man viel in den geschichtlichen Abrissen über die Entstehung lesen. Ich verlinke mal auf den Artikel dazu bei geocaching.de (nicht zu verwechseln mit geocaching.com!) und einem (englischsprachigen) Text dazu. Und was auch recht interessant ist, ein (englischsprachiger) Artikel von der Geodashing Seite, quasi einem der Konkurrenten, ähm, „CoExist“-Spielen. Die Artikel finde ich persönlich sehr negativ in Richtung Jeremy geschrieben, manches finde ich überspitzt kritisch. Hier mal ein Link zu einer Nachricht, die er vor langer Zeit in eine Usenet Gruppe bezüglich Tshirt ( Nikki!) Verkauf geschrieben hat, die sich eigentlich ganz nett an hört.

 

Doch zurück zu den Konkurrenten, ähm, „CoExist“-Spielen. Wie finanzieren die sich? Entweder steht ein grosser Konzern dahinter (PokemonGo bzw Ingress stammen von Niantic, ein Startup von Google, heute losgelöst), der das Ganze finanziell stemmen kann bzw die Masse an Spielen „im Hype“ das Geld einspielt.

Flagstack ist eine Art Hobbyprojekt, die Entwickler gehen ihren geregelten Jobs nach und das Spiel ist ihr „Freizeitvergnügen“. Finanziert wird über Premiummitgliedschaft und In-App Käufe.

Hinter Munzee (bzw Wallabee) steht die Munzee Inc. in Dallas, also eine eigene Firma mit President, Entwicklern, Event Managern und Supportmitarbeitern. Auch hier wird über Premiummitgliedschaften und In-App Käufe finanziert.

Opencaching wird von einem eigenen, gemeinnützigen ungemein nützlichen Verein (und Spenden an diesen) getragen und die Infrastruktur finanziert, die Arbeit an Programmierung und Support für die Comunity erfolgt durch ehrenamtliche Helfer.

Und dann gibt es da noch die vielen kleinen Spiele wie Geodashing und Geohashing (ehrenamtlich finanziert), Sighter (Sighter Limited, finanziert durch Verkauf von Teambuilding und Werbe Events) AMP, Resources, Trail of Treasures, Garfield Go (In-App Käufe) und Actionbound (GbR, finanziert durch In-App Käufe von Bounds).

 

Bei diesem riesigen Angebot an Spielen stellt sich schon die Frage, ob man sich gegenseitig Kunden bzw Spieler wegnimmt. Ich persönlich denke ja. Allerdings weniger durch bessere Angebote oder irgendwelche Rabattschlachten, ich denke es ist einfach ein Zeitfaktor. In der Zeit, in der ich ein Portal bei Ingress hacke, kann ich keine Diamanten bei AMP sammeln oder bei Resources Minen bauen. Wenn ich den Munzee Aufkleber suche, kann ich nicht gleichzeitig Flaggen capturen. Jedes Spiel hat seinen Schwerpunkt wo anders, beim Geocachen ist es irgendwie, auch wenn das heute eigentlich keiner mehr glaubt, das Rausgehen in die Natur, immer dem Pfeil hinterher, bei anderen Spielen gibt es einen gewissen Nerd Faktor, bei dem es primär um technische Möglichkeit geht oder um zum Beispiel unterhaltsame Wissensvermittlung oder Strategie und Community. Oder es ist einfach ein Bewegungsspiel, man sieht eine Karte und bewegt sich in der realen wie in der virtuellen Welt um Spielziele zu erreichen.

 

Diese „CoExist“ Aussage, nun ja, man hört sie meist nur von den kleineren Spielen, was ja auch in der Natur der Sache liegt. Sie wollen beim (vermeintlichen!?) „Marktführer“ Geocaching (was er übrigens nicht durch Leistung oder Angebot ist, sondern einfach nur, weil er am längsten da ist!) auf die Welle aufspringen und mitreiten. Geocaching mit seinen Listings und zu bestimmten Orten führen ist aber auch prädestiniert dafür, Werbebotschaften zu verbreiten. Und wie oft hört man bei „CoExist“-Spielbeschreibungen „ist sowas wie Geocaching“. Der vielmals zitierte Fluch „Geocaching ist kein Geheimspiel mehr, alle berichten drüber, es wird durch die Presse und Medien getrieben“ etc pp, gerade der hat eben für die Popularität gesorgt, so dass man sich darauf berufen kann. Obwohl die aktuelle Entwicklung gerade mit dem Hype um Pokemon Go die Frage aufkommen lässt, ob die Bezeichnung „ist sowas wie Pokemon“ nicht gerade bei Muggeln erklärender ist.

Und richtig, jeder kann spielen, wie und was er will. Und die Geocaching Konkurrenten, ähm, „CoExist“-Spiele (sorry, ich kann mir die höfliche Benennung dafür einfach nicht merken 😉 ) müssen damit leben, das Groundspeak für sie keine (kostenfreie) Werbeplattform stellen wird.

 

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Cottbus – Geocachinghauptstadt von Deutschland!

 

Wilberforce. Schonmal gehört? Nein? Komisch. Ist die Geocachinghauptstadt. Ok, die Geocachinghauptstadt von Kanada. Behauptet die Stadt jedenfalls für sich. Aber immerhin, eine Geocachinghauptstadt. Wieso? Vielleicht weil dort pro Einwohner 1,25 Caches versteckt sind? Fairerweise muss man allerdings sagen, dass Wilberforce nur 400 Einwohner hat (und nicht mal nen eigenen Wikipedia Eintrag). Aber in bzw in direkter Nähe liegen 500 Caches. 150 davon angelegt als Geotour. Und wenn man der hauseigenen Statistik der Betreuer dieser Tour glauben schenken darf, ist es die „#1 Geotour in Kanada“.

Die Geotour, die Vielzahl der Caches und den Titel „Geocachinghauptstadt“, hat die Gemeinde der lokalen Postdame Mary Barker zu verdanken. Die machte irgendwann 2005 einen 1-Tages Workshop in GPS Navigation und entdeckte dann, wieder zuhause, einen Cache im Herzen der Kommune. Den kannte dort bis dato keiner, allerdings hatten sich schon hunderte Finder eingetragen und in ihr keimte der Gedanke, dies touristisch zu verwerten. Denn die Leute, die da kamen, musste ja auch irgendwo schlafen, was essen, eventuell sogar Zubehör kaufen. Heute hat Wilberforce zwar keine Bank mehr (die wurde wegrationalisiert), dafür hat der lokale „Tante Emma Laden“ einen Bereich eingerichtet, wo man Souvenirs (nein, nicht die Groundspeak Bildchen) und Geocachezubehör kaufen kann. Und im lokalen Restaurant gibt es „Geoburger“ (gibts hier).

Mary Barker konnte den Bürgermeister der Kommune überzeugen die Ortseingangsschilder um ein Zusatzschild zu ergänzen, dass auf die Besonderheit des Ortes hin weisst. Was dem wiederum viele Fragen der Einheimischen, was denn dieses Geocaching sei, einbrachte.

Ortseingangsschild mit klarer Botschaft

 

Der Plan mit der Tourismusförderung scheint übrigens aufzugehen. Die Region wird von Geocachern viel und oft besucht. Was wohl nicht zuletzt an der oben erwähnten Geotour liegt. Die überrascht dann doch mit recht vielen sehr wohlwollenden Logs und auch FP´s werden reichlich gegeben. Kein Wunder, sie ist gut vorbereitet und die Verstecke sind nicht nur 0815 Petlinge oder Filmdosen am Baum, sondern passen sich zum Teil sehr gut in touristische Hotspots ein. Ok, die Gegend um Wilberforce ist kahl. Da ist fast alles, was nicht nichts ist, so ein Hotspot.

Hier zum Beispiel ist „Fork and Beans“. Da reicht schon mal eine Weggabelung um nen Cache zu verstecken. Zugegebenermassen gibt es dort auch mehr als „nur“ die Gabelung des Weges.

„Fork and Beans“ – GC73FPK
-thanks to happyheartcacher for permission to use the photo-

 

Wie kommt es nun aber zu dem vielsagenden Titel „Geoachinghauptstadt“?

 

Wie schon gesagt, Mary war da recht aktiv und umtriebig. Irgendwann hatte sie eine beachtliche Anzahl selbstgelegter Caches zusammen und konnte dann auch durch den Zuschuss von Bürgermeister und einem Verein lokaler Geschäftsleute die Geotour aufbauen. Extra dafür wurde ein neues Maskottchen kreiiert, Tupper T. Turtle. Diese kleine fleissige Schildkröte sorgt nun für die Wartung der Caches und richtet eine Vielzahl von Events aus, aktuell wird auf ein „Kinderreim Wettkampf Event“ hingewiesen. Wer also am 12 Mai noch nichts vor hat und in englischer Kinderreimliteratur bewandert ist, der kann dort ein paar tolle Stunden erleben und fantastische Preise absahnen. Aber ich schweife schon wieder von der Geocachinghauptstadt ab…

 

Mary fragte sich also nun irgendwann einmal, wieso jeder alles irgendwie mit Superlativen betiteln darf. So gab es wohl in der Nachbarschaft die Rhabarber- und die Mineralienhauptstadt.

„“Why can’t we be the geocaching capital of Canada?” she said. “Why can’t we claim that, just the same as everybody else claims to be something?“

[-„Warum können wir nicht die Geocachinghauptstadt von Kanada sein? sagt sie. „Warum können wir das nicht für uns beanspruchen, genauso wie jeder irgendwas für sich zu sein beansprucht?“-]

 

Höre nur ich da ein wenig Kritik an den üblichen Werbemethoden der heutigen Zeiten heraus? Ich mein, wer macht denn sowas dann mit? Da könnte ich ja gleich Cottbus zur Geocachinghauptstadt von Deutschland ausrufen!? Ja, warum eigentlich nicht?

 

Offizielle Ernennungsurkunde
-bitte mit entsprechendem Respekt anschauen!-

 

 

P.S. Hier gibts den Originalartikel von Motherboard.

P.P.S. Wilberforce ist übrigens nicht die „Ingresshauptstadt, wie man hier unschwer erkennen kann. 😉

not „Ingresscapital of Canada“

Car-Finder – Indoor Navigation

 

Mal eine kleine Begebenheit, die nur sehr, sehr entfernt etwas mit Geocaching zu tun hat, dafür aber mit „moderner Navigation“. Keine Outdoor Navigation, diesmal Indoor. Für den ein oder anderen Grossstädler wahrscheinlich ein alter Hut, für mich Cottbuser, moment, Cottbus ist ja auch noch ne Grossstadt…, ja also ich fand es interessant! So. 😉

 

Ich war heute in Dresden einkaufen und bin im Parkhaus der Altmarkt Galerie auf folgendes gestossen:

 

Das machte mich neugierig. Ich scanne einen QR Code und werde dann zu meinem Auto geleitet? Also kurzentschlossen die QR Scanner App meines Vertrauens (Neoreader) angeschmissen und mal gescannt. Es verbirgt sich ein Link zu einer Internetadresse dahinter. Diese angesurft:

 

 

Das Schild mit dem QR Code befand sich in direkter Nähe zum Auto. Meine Position wie auf der Karte angegeben konnte ich ungefähr bestätigen.

Nach dem der Shoppingtrip (endlich! 😉 ) erledigt war habe ich schnell am Parkautomaten das Schild dort entdeckt, auch wieder QR Code. Gescannt, Internetseite angesurft ergab sich dann das:

 

 

Man gibt mir also die Entfernung zum Auto an und prognostiziert eine Zeitdauer für den Weg. Nun dachte ich nach dem Klick auf „Go“ wird eine Livenavigation gestartet, leider Pustekuchen. Was ich bekam war eine statische Routenführung, die aber trotzdem durchaus nützlich sein kann:

 

 

Leider keine Liveaktualisierung des Standortes und der Wegdaten. Bei genauerer Betrachtung erkennt man ein 2D Modell der Parkhausetage (mit entsprechendem Gebäudeumriss) auf eine Openstreetmap projiziert:

 

 

Der Infolink auf der Webseite führt zu 3D-Berlin, einer Firma die 2D oder 3D Wegeleitsysteme vertreibt. Wenn man sich die Seite so anschaut haben die ziemlich viele Projekte weltweit ausgeführt. Mich wundert ein wenig beim A10 Center in Wildau noch nicht drauf gestossen zu sein, wurde dort wohl schon 2016 eingeführt (Park + Shoppingmodule), hab ich nicht mitbekommen. Auch zur Altmarktgalerie in Dresden findet man auf der Seite noch ein paar Infos.

 

Interessant finde ich, wenn man sich überlegt, welche Technik dahintersteckt. Hier wird nicht mit einem Navigationssystem gearbeitet (jedenfalls nicht für den Endanwender, höchstens bei der Positionierung der QR Code Tafeln). Woher weiss das System, wo ich bin? Durch das Wissen über die Position des Schildes beim QR Code scannen. Ich würde jetzt vermuten, wenn man das Schild an der Parkposition scannt und die Seite aufruft, das ein sogenannter Cookie im Browser/Handy abgelegt wird. Beim Scannen des Schildes am Parkscheinautomaten muss ja ein Zielschild, eine Zielposition ermittelt werden. Die ergibt sich dann aus diesem Cookie. Das kann schon sehr bequem sein, wenn man vor dem Einkaufsstress viele Sachen im Kopf hat und sich die Position des Autos nicht zum Beispiel an Geschossnummern, alphabetisch-sortierten Sektionen und/oder Parkplatznummern merken will oder kann. Datenschutzrechtlich gehe ich mal davon aus, dass das System deutschem Recht entspricht. Ich persönlich hab da aber ein gewisses Geschmäckle, dass mit dem Scannen vom Schild am Parkplatz Daten erhoben und (auf meinem Gerät) hinterlegt werden, zu denen ich nicht zugestimmt habe. Ich wurde jedenfalls nicht aufgefordert irgendwelche Cookies zuzulassen. Ja, ich habe ganz bewusst die Entscheidung getroffen, den QR Code zu scannen. Trotzdem hätte ich erwartet, im Voraus irgendeine Information zu bekommen, die über das „Was“-passiert und „Wie“-passiert es aufklärt, nicht nur über das „Weshalb“-passiert es.

Der meines Wissens nach bisher am Häufigsten verfolgte Ansatz von vielen Autobauern zur „Renavigation zum Fahrzeug“, ist GPS (bzw die alternativen satellitengestützten Navigationssysteme). Das Auto wird „verwanzt“ und der Fahrer kann sich mit entsprechender Hersteller App die Position auf einer Karte anzeigen und ggf auch „hinrouten“ lassen. Für Outdoor eine gute Idee, eine Strasse, an der ein Fahrzeug abgestellt wurde, hat ja in der Regel nur 2 Seiten, an denen man parken kann und die sind schnell abgelaufen. Im Parkhaus klappt das mehr schlecht als recht. (Meist) bescheidener GPS Empfang, mehrere mögliche Etagen und die schiere Masse an Parkplätzen und Fahrzeugen machen das Ganze doch zu einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Ist dieses System also die bessere Alternative?

 

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Backe, backe, Kuchen… – Ein Cottbuser LP wird archiviert

Der Bäcker hat gerufen!
Wer will gute Caches machen,
Der muss haben sieben Sachen.

So oder so ähnlich lautete der Text eines bekannten Kinderliedes.

Und da backen bei uns in der Familie lag (Anm. d. Red.: Opa war Bäckermeister) packten ElenoreCB und ich, angestachelt von den Zeilen, unsere sieben Cacherutensilien zusammen.

So suchten wir uns den 24.08.2016 aus, um im hiesigen Backkombinat unsere Bäckerlehre anzutreten. Zuerst parkten wir unser Auto an den angegebenen Koordinaten am einschlägig bekannten Paradies für Heimwerker ab und begannen sofort mit der Suche nach Station 1. Welche wir aber nicht fanden. Auch der Hinweis mit dem UV-Licht brachte uns hier nicht weiter. Na das geht ja schon mal super los. Da musste der Owner als TJ herhalten. Von ihm bekamen wir den Tipp im Keller nach etwas, was wie Hänsel und Gretel aussieht, Ausschau zu halten. So schauten uns erst mal in Ruhe um und machten uns dann auf in den Keller.

Aussenansicht

Aussenansicht 2

Eingang

Innenansicht 1

Innenansicht 2

Graffitti 1

Passend zu Ostern

Hier kam dann das eigentlich schon zweite Utensil zum Einsatz: Wir brauchten eine Taschenlampe! Hatten wir natürlich dabei! So brachten wir etwas Licht ins Dunkel…. dachten wir… denn irgend etwas, was wie Hänsel und Gretel aussah, blieb uns leider verborgen. So suchten wir zuerst im Bretterverschlag, aber nichts. Die gemauerten Räume mit den Stahltüren ignorierten wir gekonnt. Am Ende des Kellerganges war nochmals ein kleiner Abstellraum mit einer kleinen Tür… „Ahhh“ machten wir, „Hier muss es dann sein!“ waren wir felsenfest überzeugt. Doch leider gab es auch hier nichts zu finden. Also nächster Owner-Kontakt. Dieser ergab, dass wir in dem Raum mit den Rohren schauen sollten. Gesagt, Getan, Gefunden. Später beim Loggen am heimischen Computer sahen wir Bilder, dass es an dem Raum von außen mal ein paar Pappaufsteller gab, wo Hänsel und Gretel abgebildet waren. Nun ging es weiter, dank der punktgenauen Koordinaten auf den Hinweiszetteln kamen wir zum Empfang, wo wir nach freien Stellen nachfragen sollten. An dieser Stelle war der nächste Hint sehr sehr gut versteckt, denn erst durch das Schließen der hochgeschobenen Scheibe an der Anmeldung kam der kleine Zettel am Rahmen der Scheibe zum Vorschein…ich glaube hier bekamen wir Hilfe von asp_fan_cb. Danach lief es aber für uns wie am Schnürchen. So gaben wir beim Doktor die Stuhlprobe ab, entzifferten die Tastatur beim Einstellungsgespräch, bekamen im Hochsilo die Mechanik zum Laufen (zum Zunge schnalzen), besuchten das Labor , wo wir auf den Weg dahin das Ausmaß der Vandalen sehen konnte, und kamen dann erst wieder etwas außer Fahrt im Heizraum. Ja man ahnt ja nicht das man diese Thermometeranzeigen drehen soll und das Innenleben rausnehmen soll 😉

Station 1 im Keller

St.2: Anmeldung

St.3: Der Stuhl für die Stuhlprobe

Hinweis an Station 3

St.4: Beim Einstellungsgespräch

St.4: Die Tastatur

St.5: das Hochsilo

St.5: Die Elektrik

St.6: das Labor

St.7: im Heizraum

Dafür ging es dann im Büro des Hausmeisters wieder schnell voran. Kurz überlegen mussten wir dann wieder beim „Angebrannt“ und „Verhaspel dich nicht!“, aber was hilft beim Brand? Richtig ein Feuerwehrschlauch, also auch diese Station wurde gemeistert. Apropos Meister, sind wir jetzt eigentlich schon Oberbackmeister??? An der Station eher Oberbrandmeister, oder? Zur Abkühlung durften wir nun noch in der Kühlzelle nach dem Rechten sehen. Alles i.O.!

St.8: beim Hausmeister

bevor der Brand gelöscht werden konnte musste nochmals die Lage gecheckt werden

Graffiti 2

St.9: Schlauchrolle

 

St.10: Kühlzelle

Nun am Ende des Tages muss die Ware noch verladen werden (Vorfinale), ehe wir das Heilige Büro des Chefs betreten durften und uns den verdienten Lohn einstecken durften.

Vorfinale an der Laderampe

Wie komme ich nur zum Chef? Richtig, ab durch die Mitte 😉

Die zwei Oberbackmeister!

Alles in Allem war dies mein bisher (ich finde keine passenden Worte, irgendwas mit super, toll, geil, Hammer, oberaffengeilster) Cache, den ich bisher absolviert habe. Jede Station war einfach nur WOW!! und mit einer Cleverness gestaltet, die ihres Gleichen sucht. Mein absoluter Favorit war die Tastatur beim Einstellungsgespräch!

Ich möchte mich stellvertretend für die Cottbuser Cacherszene beim Owner fürs Gestalten und Warten dieses Caches bedanken. Schade, dass er nun ins Archiv wandert, war er doch einer der letzten großen LP’s hier in der Stadt.

– CachingFuxCb –


Da hat Erik wunderschön seinen Besuch bei „Backe, backe Kuchen“ beschrieben. Er war 2016 vor Ort, knapp 4 Jahre lag die Dose da schon. Ich hatte das Vergnügen sie schon 2012 gemacht zu haben und möchte gerne ein paar Bilder nachliefern, an denen man sieht, wie sich Cache, Ort und Stationen so über die Zeit verändert haben:

Die erste Station im Keller. Damals noch markiert mit den Hänsel und Gretel Bildern.

Die Tastatur mit dem Hinweis auf die nächste Station. Wir hatten noch die Version ohne die Markierungen für die N und E Koordinate.

In der Werkstatt bzw dem Büro des Hausmeisters war damals noch ein altes Autoradio montiert, darin eine Kassette, auf der der nächste Hinweis befestigt war.

Wenn man diesen Schrank genauer untersuchte und das ein oder andere heraus nahm…

gab er den Weg ins „Final“, das Lohnbüro, frei. Inspiriert von Narnia??? 😉

Drinnen war es noch sehr viel aufgeräumter, wie zu späterem Zeitpunkt.

Der noch recht aufgeräumte Schreibtisch.

Der Schatz!!! Der Metallkoffer, der dann irgendwann verschwand.

Und thematisch passend in einer Kuchenbox…

Der heilige Gral, das LOGBUCH!!! (Ja, damals waren das noch ganze Bücher!!! 🙂 )

Zusammenfassend für mich, diesen Cache habe ich recht früh in meiner „Cacherlaufbahn“ gemacht. Und das war Segen und Fluch. Segen, weil er aufzeigte, was so alles geht. Vielfältige Stationen, keine wie die andere, alle logisch zu finden, verpackt in einer tollen Geschichte an einer tollen Location.

Fluch, weil er mir den Blick auf alle folgenden LP´s versaut hat. Alles musste sich an diesem Cache messen und vieles Stank daran ab. Wahrscheinlich auch verklärend rückblickend, musste alles was später irgendwann kam eine riesengrosse Messlatte überwinden. Und das schafften dann nicht viele. Hier wurde nicht mit tausenden Stationen oder vertrackten Verschlüsselungen gearbeitet, hier waren tolle, sinnvolle und in die Storyline passende Stationen in genau der richtigen Anzahl verbaut. Und die Technikstation am Silo, 9V Batterie anschliessen und eine montierte Verkabelung versorgte den Motor irgendwo mit Strom, der dann das Eimerchen mit dem nächsten Hinweis in greifbare Nähe brachte, das war schon Sonderklasse.

Deshalb auch von mir, Chapeau, Backe, backe Kuchen!!! RIP!

-palk-

GC Aprilscherze 2018 – Früher war mehr Lametta…

 

Eine kleine und kurze Zusammenfassung der Aprilscherze aus der (deutschsprachigen) Geocacherszene im Jahre 2018:

 

Ale erstes ploppte eine Meldung von Noch ein Geoblog… auf. Groundspeak plant die Einführung eines Attributs „Angelcache“ und die Mindestabstände zwischen 2 Dosen werden verändert.

Mit der Meldung, dass es kein Aprilscherz sei, begann der Geocaching-Baden-Württemberg Blog seinen Beitrag. Inhalt, Trump möchte das GPS abschalten.

Auf Facebook kam von GC*News die Meldung, dass Geocaching eine Religion werden soll.

Der Röbü Blog hat von einer geplanten Kooperation von Groundspeak und Opencaching erfahren und gibt schonmal viele Details der zukünftigen Zusammenarbeit preis.

Ein Aprilscherz, der wohl ein wenig in die Hose ging, war das aufploppende Listing eines Caches in Niedersachsen. Der Owner versicherte den erfolglosen und DNF loggenden Erstsuchern mehrmals, dass die Dose vor Ort sei und beschrieb sie sogar. Sie konnten trotzdem nichts finden. Schliesslich outete er seinen Cache als Aprilscherz, um einen Kumpel zu necken.

Die Opencaching Plattform Polens, opencaching.pl, erschuf extra für diesen Tag mit viel Mühe und wahrscheinlich auch technischem Aufwand eine neue CacheArt, Disco Caching!

Die Openstreetmapper verkündeten in ihrem Blog, dass aufgrund des Brexits die englische Sprache aus ihrem Vokabular verschwinden würde und nun nur noch in Deutsch und Französisch programmiert wird.

 

Tja, und das wars dann auch schon. Also irgendwie war früher mehr los. Wenn ich da nur an die Groundspeak Aktion mit dem Ufo Caches im Meer denke, das viele Geocacher „nur mal so“ loggten, um sich damit die (Ländersouvenir-)Statistik zu versauen verschönern. So der richtige Oberkracher war für mich dieses Jahr nicht dabei, obwohl ich die polnische Mucke sehr, sehr geil finde. 🙂

 

 

 

 

 

 

 

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Betonbauer Schulze (LP) – GC 37X5G – ein kleiner Tribut

Erde, Europa, Deutschland, Brandenburg, Cottbus, wir schreiben den 14.Februar 2015, an dem Tag, an dem sich viele Pärchen mit Liebe und kleinen Geschenken überschütten drücke ich mir ein kleines Tränchen heraus. Da wurde ein Cache ins Archiv geschickt, der mir und ein paar Mitcachern einen sehr schönen Nachmittag bereitet hat. Doch zuerst mal ein paar Eckdaten: GC37X5G – Betonbauer Schulze (LP). Versteckt am 23.11.2011 von Kullibär und Gehirnpilot, 348 Funde geloggt, 146 Favoritenpunkte. Es handelt sich um ein ehemaliges Betonwerk und die Owner haben 8 Stationen plus Final verbaut. Das Ganze eingepackt in eine tolle Geschichte über einen Mann namens Günter Schulze, Betonbauer von Beruf. Besagter Herr Schulze kommt auf Arbeit und muss nun den Produktionsablauf durchleben. Und wir Cacher helfen natürlich fleissig dabei!

Station 1 erwies sich schon als recht knifflig. Die Owner hatten zwar netterweise vor die Hinweise immer ein „GC“ geschrieben, doch ein Hinweis auf einem alten Heizungsrohr, an dem der Zahn der Zeit nagt und die Farbe abblättert, schwierig. Aber sehr selbst:

 

S1 – Heizungsrohr

 

Nachdem wir nun in der Umkleidekabine ankamen, der Schock, wie siehts denn hier aus, hier müssen die Kollegen der Spätschicht ja ordentlich gefeiert haben. 🙁

 

S2_1 – Umkleide Schock

 

Doch kein Problem, der passende Spind war schnell gefunden und der Hinweis, ein geklebter Dymo auf der Innenkante eines Einlegebodens war schnell entdeckt. 🙂

 

S2_2 – umkleide

 

S2_3 – einlegeboden

Und es ging zu einem Stromkasten. Auch dort konnte sich die Botschaft nicht lange verbergen.

 

S3 – schaltkasten

 

Und nachdem jetzt wieder Strom floss ging es auf in die Steuerzentrale. Dort angekommen wurde uns leider der Blick über die Fabrikationshalle durch zahlreiche „Berge“ versperrt, aber wir sollten ja nicht gucken, sondern die Produktion anleiern. Also ran ans Bedienpult und schnell die entsprechenden Tasten gedrückt, oho, der nächste Hinweis zeigte sich! 🙂

 

S4_1 – weg zur steuerzentrale

 

S4_2 – steuerzentrale

 

S4_3 – ausblick berge

 

S4_4 – Bedienpult

 

S4_5 – hinweis

 

Also mal bei der Sekretärin vorbeigeschaut. Eigentlich ein leerer Raum, doch die interessanten Wandbilder faszinierten und ein spezielles machte stutzig! Wir folgten dem Pfeil und entdecken einen komischen Schaltplan. Nach gründlichem Überlegen waren wir uns einig, Dose im Speiseraum, nein, sowas kann nicht sein, das nimmt die Hygieneaufsicht doch niemals ab. Schnell hin und schlimmeres verhindern, ehe die uns die Kantine dicht machen! 🙂

 

S5_1 – wandbild

 

S5_2 – Pfeil gefolgt und Schaltplan entdeckt

 

S5_3 – Schaltplan

S5_4 – Schaltplan im Detail

 

Im Speiseraum angekommen, ist ja gleich um die Ecke, gesucht, gesucht, gesucht, die Aussendose erwies sich als echte Aussendose. Und irgendwie hat auch dort wieder jemand einen Zettel reingepackt. Komische Sache, Brandgefahr, schnell beseitigt. Aber ein neuer Auftrag wurde erteilt, Schieberkontrolle, Na hoffentlich nicht so ein Schieber ausm Krankenhaus… 🙂

 

S6_1 – speiseraum

 

S6_2 – aussendose

 

S6_3 – hinweis

 

Nun wurde es spannend. Ecke Nord Ost, Erdgeschoss, kein Schieber weit und breit. Auch gründliches Suchen half nichts. Mmh, vielleicht meinte man ja auch, dass der Zugang vom Erdgeschoss passieren müsste. Zum Glück war von der letzten teambildenden Massnahme, dem Betriebsausflug mit so einem komischen Plastedosen vom Baum holen Selbsterfahrungsworkshop, noch eine Strickleiter im Materiallager. Die eingebaut und die Suche wurde nach oben verlagert. Und Tatsache, ein Schieber zeigte sich. Leicht verklemmt. Entfernung eines kleinen Stückes Papier schaffte Abhilfe. Nun ist alles wieder gut. 🙂

 

S7_1 – Strickleiter

 

S7_2 – schieberkontrolle

 

S7_3 – hinweis

 

Nun irrten wir doch ein wenig hin und her und her und hin. Zu wage die Beschreibung des nächsten Einsatzortes. Irgendwann fanden wir den Deckel einer Dose und daneben, in einem kleinen Müllhaufen, einen Hinweis, der den bisher verfolgten ziemlich ähnlich sah. Wir lasen „Final“, oh, das hört sich ja sehr gewichtig an. Also auf geht’s, gucken wir mal nach. Den Hinweis packten wir brav ein und befestigten ihn an etwas, was dem Hint sehr nahe kam. 🙂

 

S8_1 – hinweis gefunden

 

S8_2 – hintversteck

 

Der ganzen Mühe Lohn, wir entdeckten einen Briefkasten. Irgendwas muss hier in der Firma falsch laufen, ein einfacher Betonarbeiter hat einen eigenen Briefkasten? Ziemlich dekadent. Wir zögerten nicht lange und öffneten das Teil. Und Tatsache, von wegen Briefkasten, ein Geheimversteck. Wer weiss was der Herr Schulze hier anstellt, was er aus der Firma schmuggelt. Vielleicht das streng geheime Betonrezept? Oder Zutaten, mit denen er zuhause selber Beton anrührt? Wir haben ihm als letzte Warnung, quasi als Schuss vor den Bug, eine Nachricht hinterlassen. Wir haben dein Geheimversteck gefunden, lieber Herr Schulze. Was auch immer du hier tust, wir werden dich beobachten! 🙂

 

S9_FN_1 – briefkasten

 

S9_FN_2 – Briefkasten detail

 

S9_FN_3 – Dose

 

Und nun war es also soweit, dieser feine Cache wandert ins Archiv. Sehr, sehr schade. Auch er war eines der LP Aushängeschilder, die Cottbus zu bieten hat. Nicht nur vereinzelt hört und liesst man von cachenden Cottbus Besuchern, die sich die Stadt gerade wegen ihrer interessanten LP´s als Ausflugsziel genommen haben. Da wird mal schnell über ein verlängertes Wochenende ein Hotelzimmer gebucht und dann gecached was das Zeug hält. Und das ist auch gut so! 🙂

Zum Ende dieses kleinen Berichts möchte ich nochmal ausdrücklich den Ownern des Caches danke, was ihr da auf die Beine gestellt habt war echt toll und wie man aus den Logs liesst, denke nicht nur ich so. Die Hauptarbeit hattet ihr über die Zeit wohl sicher mit der Wartung des Caches. Auch dafür vielen lieben Dank!!!

Ausklingen lasse ich das Ganze nun mit Bildern, die euch Impressionen zu der alten Betonfabrik vermitteln sollen. Die Bilder für den Beitrag sind freundlicherweise  von Sportine und MogelSFL zur Verfügung gestellt worden sowie aus meinem Fotofundus. 🙂

-mbp-

 

Ruhe in Frieden, Betonbauer Schulze!

Dönerstag – Zehn Jahre Dönerstag in Cottbus!

Unter dem Motto „Lecker essen in Cottbus“ lud Rainer von den energiefans bereits zum 10. Mal zum Dönerstag, dem unvergleichlichem Geocaching-Döner-Spieß-Event in Cottbus ein. Wir trafen uns am Gründonnerstag, dem 29.03.2018 ab 17.30 Uhr bei unserem „Dönermann des Vertrauens“. Die Location war den ortsansässigen Cachern bestens aus den Vorjahren bekannt. Auch viele Cacher aus dem Umland folgten dem Lockruf des Döners.

Bei herrlichem Kerzenschein Licht und verlockendem Dönerduft erzählte Rainer einigen Teilnehmern wie jedes Jahr – WIE ALLES BEGANN. Vor 10 Jahren trafen sich eine Handvoll Cacher um einen kleinen Tisch in einer Dönerbude für kurze Zeit. Was ist daraus geworden? Jedes Jahr werden es mehr Dönerenthusiasten, die zum Event erscheinen. Der Platz reicht mittlerweile nicht mehr aus, so dass auch viele Erfahrungen vor dem Dönerladen ausgetauscht werden. Die Gemeinde wächst – und das ist auch gut so!

Lieber Rainer, vielen Dank für Deine Organisation und Dein Engagement in den letzten 10 Jahren für den Dönerstag! Auf die nächsten 10 Jahre!  

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NFP – Cachequalität

 

Da in den einschlägigen Geocaching Medien immer wieder über die Gesamtsituation gemeckert wird, Stichworte Powertrail, Biltema, Souvenirs und generell wird alles schlechter und doofer und kalt ist auch, will ich mir mal eines dieser Themen rausgreifen, nämlich die Qualität! Nun werden viele Leser denken „Oh nee, jetzt fängt der auch noch an und meckert nen ganzen Artikel mit viel BlaBla über Qualität und so“, aber, falsch gedacht! In zweierlei Hinsicht. Erstens werd ich nicht meckern, sondern mal als positives Beispiel FÜR Qualität von einem (schon archivierten) Cache berichten, den ich ganz gut fand. Und zweitens werde ich wohl gar nicht soooo viel Labern, sondern viele Bilder sprechen lassen (ist jedenfalls so geplant 😉 ).

 

Nun könnte ich lange im Eröffnungsabsatz erklären, wie lange und hart ich mit dem Owner ringen musste, um die Erlaubnis zum Veröffentlichen und hemmungslosen Spoilern zu bekommen. Das wäre aber gelogen. Cacheowner und Schreiber dieses Artikels sind nämlich dieselben. Was sehr praktisch ist. 🙂

 

Zur Vorgeschichte. Es begab sich, dass ein sehr guter Freund, nennen wir ihn mal Urbivan, wieder einmal Geburtstag hatte. Und was liegt da bei uns Cachern näher, als ihm einen Geocache zu legen. Ich weiss jetzt gar nicht mehr so genau warum, aber irgendwie war über die Zeit so eine kleine, aber durchaus liebgemeinte und vor allem konstruktive Fehde Cottbus vs Peitz oder Peitz vs Cottbus entstanden. Und wir Cottbuser fuhren zwar gerne nach Peitz cachen, denn da gab es immer mal wieder nen paar neue Dosen zu finden, allerdings bestanden viele Geocaches zu dem Zeitpunkt damals aus den verpönten Filmdosen. Ein Cacher tat sich besonders hervor und der hatte schnell den (internen) Spitznamen „Fürst Urbivan von den Filmdosen“. Somit war also klar, der Cache musste irgendwas mit diesen Dosen zu tun haben…

 

NFP – Des Fürsten Morgenprogramm
NFP steht für Nano – Filmdose – Petling
Es handelt sich um einen kleinen, wegetechnisch kurzen und leichten Multicache, der allerdings speziell an der 2. Station ein wenig Zeit erfordert. Geländewertung 2, weil die unasphaltierte Strasse an den Stationen verlassen werden und an einer Station zwischen sehr engstehenden Bäumen gesucht werden muss.

 

Wie zum Beispiel hier an Station 1. Ein kleiner Ast wurde hier zu einem Baumstumpfimitat umgebaut. Ok, eigentlich wurde er nur aufrecht hingestellt. 😉

In die Unterseite wurde ein Loch gebohrt, gross genug für einen Nano (ist glaube ich so ein medizinisches Probenröhrchen). Damit der Nano drin bleibt eine Unterlegscheibe und einen drehbaren Verschluss angeschraubt. Hier sieht man links wie er zum Zeitpunkt des Legens (April 2016, also 2 Jahre alt) und wie er jetzt aktuell beim Einsammeln aussieht. Gut in Schuss.

 

In dem Nano befand sich ein kleiner laminierter Zettel, den man eigentlich nur herausnehmen musste, wenn man wirklich schlechte Augen hat. Darauf die Daten für eine Peilung, die uns dann zur 2. Station führt.

 

Die Sieht augenscheinlich so aus. Irgendwer hat hier vor langer Zeit Müll, in diesem Fall alte Zäune, abgeladen. Die sind eingewachsen und bilden Hohlräume. In einem davon befindet sich der Koffer der 2. Station, abgetarnt mit einem Stück Zaun (wie passend! 😉 ) und Naturdeko.

 

Und wenn man den Koffer hervorholt, sieht er dann so aus. Ich glaube darin war mal eine alte Reisenähmaschine, bin ich mir aber nicht mehr ganz sicher. Das Ganze wurde schwarz lackiert und nen GC Logo draufgesprüht.

 

Darin befanden sich ein laminierter „Aufgabenzettel“ und 42 Filmdosen mit jeweils einem Zettelchen mit einer Zahl drauf.

 

Hier erstmal der Aufgabenzettel. Die 42 Filmdosen mussten alle geöffnet werden und die Zahlen sortiert werden. Hier ergab sich eigentlich der „Witz“ des Multis. Der Sucher sollte mit den 42 zu öffnenden Filmdosen genervt werden, so dass ihm die Lust an Filmdosen vergeht. 😉

 

Alle Zahlen in der Übersicht. Es gab sie in blau und rot sowie zwei- und dreistellig.

 

Wenn man sie dann alle richtig sortiert und damit gerechnet hat, ergaben sich wieder die Daten für eine Peilung, die dann zu Station 3, dem Final führte. Dies hat natürlich, je nach Organisation und Akribie der Suchenden mal mehr, mal weniger Zeit in Anspruch genommen.

 

Wenn man sich dem Final näherte, sah man dann das. Wie, du siehst nichts? Moment:

 

Schon besser, oder? Tja, so ein Hasengrill, zumal bei so einer kleinen Dose, der kann tarntechnisch schon Wunder bewirken. 😉
Nein, ernsthaft, die Stelle vom Final war gut überlegt, so dass von der Seite, wo man die Dose hätte sehen können, eigentlich nie jemand kam.

 

Auch hier wieder ein kleiner Vergleich. Es handelt sich bei der Kiste diesmal um einen Metallkoffer, in dem früher eine Säbelsäge war. Ein Sperrmüllfund. Gelb. Also schwarz umlackiert und mit dem GC Logo besprüht. Links zum Zeitpunkt des publishs, also vor 2 Jahren. Rechts aktuell. Sieht von aussen eigentlich noch ganz gut aus.

 

Von innen erkennt man schon deutlich ein paar Beulen und Dellen. In der Kiste befand sich „Der grösste Petling der Welt!!!“. Ok, es war eigentlich ein Stück PVC Rohr in dem einer dieser Riesen Petlinge steckte. Dazu gabs beim Dose legen noch ein wenig Kram, eine der GPO Postkarten und nen paar Visitenkarten für den Blog und Astlochflicken (Woodis).

 

Auch ein kleiner „Erklärzettel“ befand sich in der Dose, der die Geschichte abrunden sollte.

 

Und natürlich, ganz wichtig, das Logbuch. Entsprechend des „Giga-Petlings“ eines von diesen dicken Rotolog Logbüchern (die es scheinbar nicht mehr zu kaufen gibt?). Und der Erstfinder, das Geburtstagskind, hat natürlich mit einem FTF, einem Fürst to Find geloggt. 😀

 

 

Insgesamt hielt sich der Materialeinsatz des Caches in Grenzen. S1 Kleinkram aus der Werkstatt und Nanoröhrchen beim Zahnarzt mal mitbekommen, S2 Metallkiste für nen Euro vom Flohmarkt und 42 mal filmdosensammeln beim Drogeriediscounter, das Final war nen Sperrmüllfund, das PVC Rohr ausm Baumarkt und der Mega Petling plus Logbuch 4 oder 5 Euro. Dann nen bissl schwarzen Sprühlack, die GC Schablonen hab ich mir mal machen lassen und verwende ich öfter, ich würde jetzt mal so ausm Bauch raus auf 20 Euro insgesamt tippen. Und natürlich nen bissl Arbeit und Zeit zum Zettel basteln und laminieren und Listing schreiben, Stationen einmessen und Berechnung rund machen.

Ergebnis war ein Cache der beim Geburtstagskind sehr gut ankam und auch bei den Cachern mehr als nur ein „TFTC“ als Log hervorgebracht hat. In den 2 Jahren, die er lag wurde er 40mal gefunden, hat 19 Favoritenpunkte bekommen (die ja eigentlich Quatsch sind 😉 ), was einer Quote von 51% entspricht. Und man darf wohl auch nicht vergessen, dass es sich um einen Multicache handelt, also einen der aktuell eher ungeliebten Cachetypen. Allerdings muss ich sagen, war ich auch ein wenig Ownerschlampe, was die Wartung betrifft. Den ersten DNF im September hab ich ignoriert, scheinbar schien seit dem da etwas nicht mehr zu stimmen. Als dann im Januar noch einer kam, hab ich dann doch mal den „disable“ Knopf gedrückt und kontrolliert. S2 ist weg und so eigentlich unersetzlich (jedenfalls, ohne die lokale Cacherschaft um Filmdosen anzubetteln 😉 ). Deshalb dann die Entscheidung, ab ins Archiv.

 

So, ich hoffe dieser Beitrag gibt dir einen kleinen Einblick in eine Dose, die recht günstig herzustellen war und bei der viele Cacher Spass hatten. Wenn dieser Beitrag gefallen hat, gerne mal Feedback geben in Form einer Kommentars, das könnte fortgesetzt werden und vielleicht zu einer kleinen Sammlung von Cacheideen heranwachsen. Eventuell kann dir auch dieser Beitrag helfen, dich inspirieren zu lassen.

 

Und nun raus, macht´s wie der Hase, folgt eurer Nase, Caches verstecken!

 

 

 

P.S. Vielen Dank an Steffen und Urbi für das zur Verfügung stellen der Bilder! 🙂